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Meine große Liebe: 

"die Bobtails"

Zunächst möchte ich "Danke" sagen, meinen zwei mittlerweile erwachsenen Kindern und meinem Mann.

"Danke" für die Geduld und das Verständnis, wenn mir die Hunde mal wieder wichtiger waren.
"Danke" für die Unterstützung in allen meinen Entscheidungen, genauso wie für die vielen Momente, in denen ich einen Hundesitter brauchte.

Mein ganz besonderer Dank aber geht an Frau Helga Giesemann, die mir zwei Hunde ihrer Zucht anvertraut hat und ohne die das alles gar nicht entstanden wäre.

Im Jahr 1990 ging für uns ein Wunschtraum in Erfüllung: wir bekamen Familienzuwachs, unsere Bobtailhündin "Baby" - für mich mein drittes Kind, für die Kinder Freund und Kamerad in jeder Lebenslage. Durch ihr phantastisches Wesen hat sie uns alle verzaubert, so das wir uns entschlossen haben noch eine zweite Hündin dazu zu nehmen. 

Als im Jahr 1992 bei Frau Giesemann wieder ein Wurf aus derselben Verpaarung fiel, stand für uns sofort fest, Baby bekommt eine Schwester. Unser Glück war perfekt.
Dann wurden Stimmen laut, so tolle Hunde müsse man zeigen und ausstellen. 

Wir folgten und waren erfolgreich.

Als die HD-Untersuchung unserer Baby ergab: HD-A und sie auch frei von Augenkrankheiten war, wurde sehr schnell klar: mit solch einer Hündin muss man züchten!
Also gut, dachte ich, aber nur wenn ich ein kleines Baby behalten darf.

Die Zuchtstätte war schnell beantragt, Zuchtrüden wurden begutachtet und wieder verworfen, bis schließlich einer all unseren Anforderungen entsprach (sogar Kinder hatten wir uns von ihm angesehen). Das Decken klappte und nach späterer Ultraschalluntersuchung wussten wir: wir bekommen Babys. Eine Wurfkiste wurde gebaut und das Welpenzimmer eingerichtet.

"Das Beste ist gerade gut genug für unsere Welpen".

Was waren wir aufgeregt. Endlich, am 5. August 1994 war es soweit: 5 Rüden und 5 Hündinnen, alle putzmunter und unserer Baby ging es prächtig. 

Natürlich blieb eine kleine Hündin bei uns: "Momo".

Die anderen wurden in liebevolle Familien vermittelt. Was heulten wir uns beim Abschied die Augen aus dem Kopf! Obwohl wir wussten, wir würden sie alle Wiedersehen.

Aus unserem A-Wurf gingen 3 Champions hervor. "Anfängerglück" meinte unser betreuender Tierarzt Dr. Sieg aus Remscheid.

1996 machten wir eine Wurfwiederholung. Unser B-Wurf (7 Welpen) brachte wieder 2 Champions. Diesmal durfte ich keinen Welpen behalten. Wo sollte das schließlich enden. Obwohl ich für alle tolle neue Familien gefunden habe war ich geschockt. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt. Meine Babys, für die ich auf alles in den 8 Wochen verzichtet hatte sollen alle in fremde Hände?

Mein Entschluss stand fest:

..ich züchte nur alle 2-3 Jahre, damit kann ich die Rasse eh nicht beeinflussen
..ich züchte nur aus Eigenbedarf, ich kann mich einfach nicht von allen trennen
..ich habe meiner Baby ein Versprechen gegeben:
solange es möglich ist, wird eine Tochter, Enkelin, Urenkelin .... bei uns leben, in der ich meine "Baby" wiedererkenne, ihr Wesen, ihren Charakter und ihren Ausdruck.

Meine Ziele:

- Zucht nur mit HD-freien Hunden (Gesundheit)
- max. 2-maliges Belegen einer Hündin
- Zucht nur aus Eigenbedarf
- Festhalten am eigenen Typ:
- harmonisch, kompakter Körper
- dunkle Augen, hervorragende Pigmentierung
- wesensfeste Hunde mit liebenswertem Charakter

Kupierverbot seit 1998:

Meine zwei ersten Hunde waren kupiert und sie entsprachen damit dem optischem Bild eines Bobtails. Auch meine zwei ersten Würfe sind kupiert, weil es einfach der damaligen Vorstellung eines Bobtails entsprach. Die nächsten Würfe sind nicht mehr kupiert, weil es verboten wurde. Aber ich muss sagen, realistisch betrachtet gibt es für mich auch keinen triftigen Grund am 3. Tag zu kupieren.

Meine große Liebe zu dieser Rasse existiert aus vielfältigen Gründen und da sitzt nun mal die Rute (im wahrsten Sinne des Wortes) ganz hinten an.

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